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Festungsmuseum: Kostenexplosion bei Geländepflege

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Für das Jahr 2011 hat das Gras nun aufgehört zu wachsen. Zum Glück. Denn der Förderkreis musste zuletzt bei der Pflege der Wall- und Grabenflächen im Fort Oberer Kuhberg enorme Kostensteigerungen hinnehmen: von früher 1000,-€ auf über 6.500,-€ jährlich, wie jetzt klar wurde.

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Das Mähen geschieht dabei mit unterschiedlichen Methoden: die 45° geneigten Wallböschungen mähen wir mit einem von drei Mann an Seilen gehaltenen Balkenmäher. Die relativ ebenen Flächen werden - sofern anfahrbar gelegen - mit einem neu beschafften Mähfahrzeug bearbeitet. Und doch bleiben viele Ecken des Werks, die von Hand oder mit Motorsensen von höherem Bewuchs frei gehalten werden müssen. Besonders schwierig: die Anböschungen oberhalb von Gesimsen an Mauern und auf Türmen. Hier muss angeseilt gearbeitet werden.

Mit dem Mähen ist es nicht getan: Das Gras muss zusammengerecht und eingesammelt werden, denn sonst verfilzt alles und das verrottende Gras düngt die Flächen, die einen hohen ökologischen Wert als Magerwiese haben, zu stark.

Früher haben wir das Gras entsorgt, indem wir es dezentral in unserem weitläufigen Gelände kompostiert haben - eine unkomplizierte und ressourcenschonende Methode. Inzwischen wurde uns dies verboten. Das Gras muss mit LKW abtransportiert und als Abfall entsorgt werden. Am besten jeden Samstag, denn auch eine Zwischenlagerung ist nicht erlaubt. Das erfordert zusätzliche Logistik, bereitstehende Container und vor allem eines: Geld.

Wir haben diese Art der Entsorgung jetzt ein Jahr lang so betrieben, um die Kosten abschätzen zu können. Wir haben auch extra ein Mähfahrzeug beschafft, aus dem man direkt in Container abladen kann. So besteht sein kurzem Klarheit über die Kosten, die jährlich so auflaufen: 3.000,- € für die Containerabfuhr und 3.500,- € für die Mähgeräte (Abschreibung und laufende Kosten).

So verschlingt also jetzt das Mähen, das noch vor kurzem rund 1000,-€ kostete, erschreckende 6.500,- € jährlich. Wohlgemerkt sind dies die reinen Sachkosten, unsere ehrenamtliche Arbeit kostet ja nichts.

Freilich ist diese Summe im Vergleich zu den einzelnen Baumaßnahmen, die wir immer wieder durchführen, eher klein. Doch die Bauprojekte sind eben Einzelprojekte mit gesonderter Finanzierung, für die wir Projektmittel beantragen können. Das Mähen jedoch zählt mit den Kosten für Energie und Wasser zu den unabwendbaren laufenden Kosten, für deren Deckung wir nur mit Einnahmen aus der institutionellen Förderung durch die Stadt und unseren Mitgliedsbeiträgen als festen Größen rechnen können. Beides zusammen reicht seit diesem Jahr daher nicht mehr aus, um die laufenden Kosten zu decken. Wir hoffen jedoch, dass sich genug Spender finden, um diese Lücke zu schließen!