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Die Außenforts auf dem rechten Donauufer

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(Bilder und ein Übersichtsplan folgen - die phantastischen Bilder und Detailpläne des Buches "Die Bundesfestung Ulm" und der DIN A5 Broschüre von Matthias Burger kann das allerdings nicht ersetzten! Im Shop erhältlich!)


Um im Armierungsfall ein großes verschanztes Lager einrichten zu können, war auf Neu-Ulmer Seite ursprünglich der Bau von sechs Aussenforts geplant. Dieser Plan wurde letztlich aber aufgegeben, und es entstanden nur die heute existierenden drei Vorwerke - die Nummerierung erfolgte mit arabischen Ziffern.

Vorwerk 12     Fort Schwaighofen
Das Werk hat eine nahezu dreieckige Grundform, ist also eine Fleche,  da hier auf die Flanken verzichtet wurde. Die Flankierung der Facen erfolgte durch zwei Caponnieren in den Kehlpunkten, die der Kehlgräben durch das nach hinten überstehende, verhältnismäßig
große Reduit. Das vorher glatte Wallprofil wurde 1880 durch zwei Hohltraversen ergänzt. Die beiden gemauerten Wallenden verfügen über je ein Pulvermagazin.
Das gesamte Werk ist vollständig erhalten, allerdings wurde das Reduit mit Wohngebäuden überbaut und der Kehlgraben verfüllt.

Vorwerk 13     Die Ludwigsvorfeste
Das mittlere der Neu-Ulmer Vorwerke erhielt seinen Namen zu Ehren des bayerischen Königs Ludwig I. Es hat die Form einer klassischen Lünette mit einwärts gebrochener Kehle, und abgerundetem Saillant. Das dreieckig angelegte Reduit ragt über die Kehlen hinaus und flankiert diese. An den Schulter- und Kehlpunkten baute man jeweils Caponnieren für die Facen und Flanken. Innerhalb des Werkes wurden zwei Brunnen angelegt. Der Wall wurde mehrfach umgestaltet. Heute präsentiert er sich mir Hohl- und Erdtraversen sowie zwei Komplettdurchbrüchen, da das Werk nach dem zweiten Weltkrieg als Munitionsdepot genutzt wurde.
Die Ludwigsvorfeste ist nahezu komplett erhalten.

Vorwerk 14     Fort Illerkanal
Für dieses Werk wählte man eine runde Bauform. Damit fiel es aus dem Baukonzept der restlichen Festung insofern heraus, als die Front keinerlei Flankierungseinrichtungen besaß. Lediglich die Kehle konnte vom Reduit aus bestrichen werden. Auch dieses Reduit bestand aus drei Baublöcken, die sich um einen eigenen Innenhof gruppieren. Der Wall wurde durch mehrere Traversen gegliedert.
Das Fort präsentiert sich heute als das am besten erhaltene Vorwerk in Neu-Ulm, und verfügt über eine Fülle erhaltener Details aus der Erbauungszeit.

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