9. Februar 2026
Das Fort Albeck – Ulm`s größtes Außenfort: ehrenamtliche Sicherungsmaßnahmen nehmen Gestalt an!
Am Samstag 7. Februar 2026 fand erneut eine erfolgreiche Arbeitsaktion mit insgesamt rund 27 "Schaffern" im Fort Albeck statt. Zusammen mit den Aktiven und der Jugend-Feuerwehr der Abteilung Ulm-Innenstadt wurden Müll und Schadbewuchs entfernt. Einmal mehr bewährte sich diese Zusammenarbeit, die bereits seit 1995 besteht!
Rückblick: Seit nunmehr 16 Jahren engagieren wir uns, relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit, im größten Außenfort der Bundesfestung. Der Zustand kann als „erbärmlich“ und sehr vernachlässigt bezeichnet werden.
Wildwuchs, Mauern ohne schützende Dächer, Schrott und Müll sowie illegal erstellte Gebäude an jeder Ecke des Forts.
In den vergangenen Jahren wurden in zahlreichen Arbeitsaktionen zunächst der Schadbewuchs beseitigt. Dies geschah mit Unterstützung der Feuerwehr Ulm (Abt. Innenstadt) und ihrer Jugendfeuerwehr. Sie verbinden das Engagement mit der jährlichen Kettensägeübung, die den sicheren Umgang der Geräte zum Ziel hat. So können sie sich auf den nächsten Sturmeinsatz vorbereiten und betreiben gleichzeitig aktiven Denkmalschutz.
In der Folge bzw. parallel wurden, um einige baulichen Erfolge zu beschreiben, eine beschädigte Wendeltreppe rekonstruiert, ein Stahltor sowie -fensterläden hergestellt, dutzende Kubikmeter Sperrmüll entsorgt, Gelände nivelliert sowie störende Einbauten aus den Gewölben beseitigt. Nur wer die vorgefundenen Zustände kennt, kann die extremen Aufwertungen erkennen und schätzen!
Schon längst haben wir im Fort Albeck eine feste Arbeitsbasis eingerichtet. Dort finden nicht nur Arbeiten unserer Vereinsaktiven statt, vielmehr bemühen wir uns um Kooperationen mit anderen Einrichtungen. In Zusammenarbeit mit dem Lessing-Gymnasium Neu-Ulm fanden dort zum Beispiel drei Schülerbauhütten mit je einer Woche statt, wobei Schülerinnen und Schüler beeindruckende Restaurierungsarbeiten durchführten. Dies fand im Rahmen des „P-Seminar“ statt, bei dem es um die (Vor-) Planung und Durchführung eines Projektes, in diesem Fall Restaurierungen von Mauerschäden, ging.
In einer weiteren Aktion kamen Mitglieder des BDJK bzw. DPSG Ulm im Rahmen der Aktion „72 Stunden - uns schickt der Himmel - in 72h die Welt besser machen“ ins Fort und restaurierten ebenfalls Schäden an Schießscharten bzw. bereiteten Notdächer für die Aufbringung vor – das A und O vor einem weiteren Verfall!
Wir werden hier noch mehrere Aktionen durchführen müssen, um das beeindruckende Werk vor weiterer Zerstörung zu bewahren und hoffen nach wie vor auf die Unterstützung der Stadtverwaltung und der Politik. Übrigens: Wir unterstützen den Antrag sehr, in dem kurzfristige Sicherungsmaßnahmen der Mauern beantragt werden - dies wäre zielführend und würde uns sehr entgegenkommen. Die Idee einer Wohnbebauung verwirrt uns, da auch der Werkhof unter Denkmalschutz steht und es sich hier wohl kaum um sozialen (!) Wohnungsbau handeln würde, sondern um hochpreisige Luxusimmobilien.
Gerne können Sie sich bei uns zur Mitarbeit melden – egal ob „jeden“ Samstag oder zu erfolgreichen Sonderaktionen.
Ergebnis aus einer der 3 Schülerbauhütten: links, die Mauerreparatur sowie Dachrekonstruktion in nur 1 Woche!!. (<-2x youtube Video)
Rechts, ein Teil der bereits aufgebrachten Notdächer durch den FBU

Arbeitsaktion am Sa. 7. Februar 2026







Mitglieder bei der Zubereitung und Ausgabe des Mittagessen



